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Rückversicherer beobachten Klimagipfel in Paris

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Foto: Banholzer

Nürnberg, November 2015 – Konzentriert blicken die Rückversicherungsgesellschaften auf den anstehenden Weltklimagipfel in Paris. Denn: Naturkatastrophen nehmen in Anzahl und Ausmaß dramatisch zu und die Schadenpotenziale erreichen eine neue Dimension. Und das heißt, so erläuterte Ernst Rauch Head Corporate Climate Centre der Munich RE, dass die Versicherungswirtschaft ihr Risikomodell anpassen muss. Vor Studierenden des Studienganges Technikjournalismus/Technik-PR führte Rauch aus, dass Klimawandel über direkte Schadensereignisse oder mittelbar über klimabedingte Migrationsbewegungen erhebliche Auswirkungen auf die Versicherungen haben wird. Die Versicherungsindustrie sei direkt in ihrem Kerngeschäft und Anlagenmanagement vom Klimawandel betroffen und müsse ihre Risikomodelle entsprechend anpassen.

Aber: Die Versicherungsindustrie kann auch direkt etwas tun. Zum Beispiel könne ein Versicherer durch Investitionen oder Aufklärung auch lenkend wirken. Zum Beispiel durch neue Versicherungslösungen für klimafreundliche Technologien oder die Investitionen in saubere Energie und in Energie-Effizienz Projekte. Und auch die Verbreitung des Wissens über Katastrophenprävention, das die Versicherer hätten, sei wesentlich.

Der kausale Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und einem Anstieg der Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen sei mittlerweile erwiesen und unstrittig. In Paris geht es denn auch darum, ob die politischen Ziele wie maximale Erwärmungen oder Decarbonisierung verbindlich gemacht werden können. „Die Munich Re ist als Beobachter mit vor Ort,“ so Rauch. Und je nach Ausgang des Klimagipfels müssten die Rückversicherer ihre Modelle anpassen.