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Studenten für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Foto: Haas

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Nürnberg, Februar 2016 – Im Rahmen des Seminars „Lernhilfe für Flüchtlinge“ an der Technischen Hochschule Nürnberg wurden 21 Studenten, darunter sechs aus dem Studiengang Technikjournalismus, von Landtagspräsidentin Barbara Stamm geehrt. Sie würdigte das Engagement der Studierenden als „ganz wichtig und notwendig“. Es sei etwas Besonderes, dass es junge Menschen gibt, die sich bereiterklären, in diesem Projekt mitzumachen und sich neben dem Studium zu engagieren, erklärte Stamm.

Das Seminar „Lernhilfe für Flüchtlinge“ wurde von den beiden Professorinnen Doris Rosenkranz und Christine Rademacher initiiert und als Wahlfach im Wintersemester 15/16 angeboten. Die Erwartung, es würden sich nur wenige Studenten, vor allem diese aus dem Studiengang Soziale Arbeit, melden, wurde von der Realität auf den Kopf gestellt. Nur drei Stunden nach Beginn der Einschreibefrist war das Fach vollständig belegt. Und: Insgesamt hatten sich Studenten aus elf verschiedenen Studiengängen angemeldet.

Nach mehreren Theorie- und Praxisstunden zu Themen wie Asylrecht und interkultureller Kommunikation, stellten sich mehrere Einrichtungen als Projektpartner vor. Vertreten waren unter anderem der ASB Erlangen-Höchstadt, die AWO Nürnberg, das Bayrische Rote Kreuz und die Rummelsberger Diakonie.
In den jeweiligen Einsatzorten hatten die Studenten unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu engagieren. Die Einen gaben Mathematiknachhilfe oder Deutschkurse, die anderen unternahmen in der Freizeit etwas mit Flüchtlingen. Einige Studierende haben besonders Gefallen am ehrenamtlichen Engagement gefunden und führen die Arbeit auch über das Wahlfach hinaus privat weiter. So zum Beispiel Barbara Schalk aus dem 5. Semester im Studiengang Technikjournalismus. Sie gibt zusammen mit einem weiteren Seminarteilnehmer einen Deutschkurs bei der AWO Nürnberg. „Ich habe viel über andereKulturen gelernt und es macht wirklich Spaß, wenn man sieht, wie die Flüchtlinge von Woche zu Woche mehr lernen“, berichtet die Studentin.

Positives Feedback gab aus auch von den Organisatoren. „Wir würden das gerne weiterführen“, teilte Niels Oberbeck, Vizepräsident der TH Nürnberg mit. Auch die Verbände können sich weitere Projekte vorstellen. Die Landtagspräsidentin Stamm lobt die „nicht alltägliche Initiative“ sehr. In Anbetracht der schwierigen Flüchtlingsdiskussion fand sie zufriedene Worte: „Wenn wir sehen was hier geschafft wurde, sollten wir eigentlich wieder mehr Optimismus haben“, so Stamm.

(Fabian Haas)